Zu wenig Wohnungen Im Wohnungsbereich. Laut einer Studie des Institut der deutschen Wirtschaft müssen bis 2020 insgesamt 380.000 neue Wohnungen pro Jahr gebaut werden, um den Bedarf der Bundesbürger zu decken. Laut Statistischen Bundesamt wurden 2015 nur 270.000 Wohnungen gebaut. Die Ursachen liegen bei fehlendem oder zu teuren Bauland, extrem hohe Baustandards, Steuern und Auflagen sowie das negative Neubauklima. Auch Mietrechtsverschärfungen tragen keinesfalls zur Entspannung am Wohnungsmarkt. Sie schaffen nicht eine einzige zusätzliche Wohnung und verschlechtern Investitionsbedingungen nachhaltig. Ein zweites Mietrechtpaket ist kontraproduktiv. Die Neubauzahlen zeigen nach oben, dennoch reichen die Bemühungen der Wohnungswirtschaft nicht aus, um den Bedarf an bezahlbaren Neubauwohnungen in den Ballungsgebieten zu decken. Gründe hierfür liegen in den immens gestiegenen Herstellungskosten für den Wohnungsneubau. Im Jahr 2000 konnte man ein durchschnittliches Mehrfamilienhaus für 1739 Euro pro Quadratmeter errichten. Die Grundstückskosten sind herbei nicht enthalten. Dies ist heute in den Top-Standorten nur für 3190 Quadratmeter möglich. Fazit: Für den gleichen Geldbetrag es im Jahr 2000 preisbereinigt 10 Einheiten Wohnen – 2016 dagegen nur noch 7,8 Einheiten wohnen. Ein Grund, warum in Ballungsgebieten die Wohnungsunternehmen trotz aller Bemühungen den Bedarf an bezahlbares Wohnen nicht decken können. Hier ist nun die Politik gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen die den bezahlbaren Wohnungsneubau verbessern. Die größten Preiserhöhungen für die Mieter sind in den letzten Jahren durch steigende Energiepreise, Stromkosten und Steuern entstanden. Die Nettokaltmieten sind bundesweit seit dem Jahr 2000 um 21 Prozent gestiegen. Bei den Kosten für Wasserversorgung, Müllabfuhr, Steuern ist ein Preisanstieg für den gleichen Zeitraum um 24 Prozent zu verzeichnen. Hingegen sind die die Kosten für Heizöl, Gas und andere Haushaltsenergie um 72 Prozent angestiegen. Durch die leicht gesunkenen Energiepreise werden dadurch die von der Bundesregierung vorausberechneten Einspareffekt infolge energetischer Modernisierung aufgrund der geringeren Kosten für Heizöl und Gas, noch langsamer bzw. gar nicht eintreten. Heißt energetische Modernisierung auf so einem hohen Niveau werden auch für Mieter unrentabel und die Wirtschaftlichkeit für Wohnungsneubauten verschlechtert sich dadurch.

